Frankfurter
In Wien bestellt man sie paarweise, in Deutschland kennt man sie als Wiener. Die Frankfurter ist die leise Konstante am österreichischen Würstelstand.
Was ist eine Frankfurter?
Die Frankfurter ist eine feine Brühwurst aus Schweinefleisch, häufig mit einem Anteil Rindfleisch. Das Brät wird fein zerkleinert, mild gewürzt und leicht geräuchert. Weil sie bei der Herstellung bereits erhitzt wird, muss sie am Stand nur noch in heißem Wasser auf Temperatur gebracht werden. Gegrillt wird sie klassisch nicht.
Frankfurter oder Wiener: Was ist der Unterschied?
Im Kern geht es um dieselbe Wurst. In Österreich heißt sie Frankfurter, in Deutschland bestellt man ein Wiener Würstchen. Beide Namen verweisen auf Städte, und beide Städte beanspruchen die Wurst bis heute freundlich für sich. Am Wiener Stand wird darüber nicht diskutiert. Dort heißt es schlicht: ein Paar Frankfurter.
Wie wird sie am Würstelstand serviert?
Klassisch kommt die Frankfurter als Paar auf den Tresen oder den Pappteller. Dazu gibt es Senf, auf Wunsch frisch geriebenen Kren und ein Stück Brot oder eine Semmel. In Wien wird beim Senf häufig zwischen süßem Kremser und scharfem Estragon unterschieden. Wer es deftiger mag, bestellt eine Essiggurke oder eine Pfefferoni dazu.
Frankfurter in der Küche
Die Frankfurter ist nicht nur ein Standessen. In der österreichischen Küche taucht sie in vielen Formen auf: aufgeschnitten im Würstelgulasch, in Scheiben im Erdäpfelsalat, als Einlage in der klaren Suppe oder schlicht zum Abendbrot. Ihre milde Würzung macht sie zum Allrounder, der sich nicht in den Vordergrund drängt.
Frankfurter heute
Auch bei den Frankfurtern hat sich das Angebot erweitert. Neben der klassischen Mischung aus Schwein und Rind gibt es Varianten aus Geflügel sowie vegetarische und vegane Nachbauten. Die pflanzlichen Versionen sind eigene Produkte mit eigenem Geschmack und werden am Stand und im Handel zunehmend selbstverständlich angeboten.
Ein Stück Würstelstand Kultur
An der Frankfurter misst sich jeder Stand. Sie ist die einfachste Bestellung und verzeiht am wenigsten, wenn Wasser, Wurst oder Gebäck nicht stimmen. Wer mehr über Senf, Gebäck und die Sprache am Stand lesen möchte, findet das im Bereich Würstelwissen. Und wer es kräftiger mag, greift zur Käsekrainer oder zur Debreziner.
Häufige Fragen
Warum werden Frankfurter paarweise serviert?
Das ist am österreichischen Würstelstand schlicht Tradition. Eine einzelne Frankfurter ist schlank und macht allein kaum satt. Das Paar hat sich deshalb als Standardportion eingebürgert.
Was ist der Unterschied zwischen Frankfurter und Burenwurst?
Die Burenwurst ist dicker, gröber und kräftiger gewürzt als die feine Frankfurter. Am Wiener Stand zählt sie neben der Frankfurter und der Käsekrainer zu den Klassikern.
Wird die Frankfurter gegrillt?
Klassisch nicht. Sie ist eine Brühwurst und wird am Stand in heißem Wasser erhitzt. Gegrillt oder gebraten bekommt sie zwar Röstaromen, das entspricht aber nicht der traditionellen Zubereitung.
